Woher kommt das Böse?

Der gefallene Engel

Als Gott freie Wesen schuf, die selbst entscheiden können, ob sie ihm dienen wollen oder nicht, hat er gewusst, dass einige von ihnen das Böse wählen würden. Auf Grund von zwei Bibelstellen des Alten Testamentes (Jesaja 14 und Hesekiel 28) wird angenommen, dass genau das passierte. Luzifer, ein mächtiger Engel Gottes, lehnte sich in Stolz gegen seinen Schöpfer auf. Deshalb musste Gott diesen (auch als »Satan« bezeichnet) »von dem Berg Gottes verstoßen« (vergleiche Hesekiel 28,16). Seitdem versucht der Satan mit aller Gewalt und List, gegen Gottes Pläne vorzugehen.

Der gefallene Mensch

Da auch der Mensch mit einer eigenen Verantwortung geschaffen wurde, hat Satan versucht, ihn zum Bösen zu verleiten, also Gott ungehorsam zu sein. Obwohl Gott den ersten Menschen, Adam, gewarnt hatte, gelang es Satan, ihn in die Sünde zu ziehen. Den Bericht darüber finden wir in 1. Mose 3. Gott ist heilig und der gerechte Herrscher des Weltalls. Er kann kein Wesen in seiner Gegenwart dulden, das sich willentlich seinen Geboten und seinem Willen widersetzt. Er kann das Böse nicht hinnehmen. Adam wurde aus der Gegenwart Gottes (dem Garten Eden) verbannt.

Adams gefallene Natur wurde durch ihn an jeden Menschen weitergegeben. Wir werden alle mit dieser sündigen Natur geboren. »Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben.« (Römer 5,12). Wenn wir versucht werden, reagiert diese Natur, wir geben viele Male der Versuchung nach, tun das Böse und sündigen somit gegen Gott.

Die Zukunft des Menschen

Einerseits berichtet die Bibel von der Herkunft des Menschen aus der Schöpferhand Gottes, von seinem traurigen und schmerzlichen Fall und der damit zusammenhängenden Trennung von Gott. Anderseits bezeugt sie auch sehr real, dass eines Tages jeder einzelne Mensch Gott, dem Richter der Lebendigen und der Toten, gegenüberstehen muss. Die Tatsache des Todes steht jedem klar und deutlich vor Augen. Jeder Mensch weiß, dass der Tod auch für ihn unabwendbar ist. Die Bibel aber fügt noch etwas Weiteres hinzu: »… danach aber das Gericht« (Hebräer 9,27). Gott hat uns Menschen erschaffen und uns seinen Willen offenbart. Gott wird deshalb jeden von uns für jedes Wort, jeden Gedanken und jede Tat verantwortlich machen.

Doch kein Mensch kann in diesem Gericht bestehen. Deshalb hat Gott seinen Sohn Jesus Christus geopfert, der stellvertretend die Sünde auf sich nahm.

»Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten. Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist damit schon verurteilt; denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist Gottes eigener Sohn.« (Die Bibel, Johannes 3, 16-18)

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Kursheft »Was die Bibel lehrt« der Emmaus-Fernbibelschule. Du kannst den Kurs kostenfrei und unverbindlich bestellen.

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